Waldbesetzungen, Zugblockaden, neue Initiativen gegen Fracking und CCS oder die Proteste gegen Kohleimporte beim Hamburger Hafengeburtstag: Die Klimabewegung ist in Fahrt gekommen! Wir werden aber noch einen Gang zulegen: Mit zwei Fahrradkarawanen wollen wir Orte aktueller Energiekämpfe verbinden und einzelne Kämpfe an festgelegten Stationen aufleben lassen.
Bei einer Infoveranstaltung am 16. Juni um 16 Uhr im KvU (Kremmer Str. 9-11, Berlin-P’berg) wollen wir euch die Hintergründe und Einzelheiten der Tour schildern und einen kleinen Vorgeschmack geben, was euch erwartet. Dazu gibt es lecker Kaffee und Kuchen.
Ihr habt den Termin schon anderweitig verplant? Macht nix! Die nächste Infoveranstaltung findet statt am 24. Juni 2013 um 20.30 Uhr zur Vokü im Bethanien/New Yorck 59(Mariannenplatz 2, Berlin-Kreuzberg).
am 24. Juli 2013 fährt die Reclaim Power Tour durch Berlin. Die Hauptstadt ist derzeit Schauplatz großer und kleiner Energiekämpfe. Was hier aufzumischen und aufzuzeigen gilt und wie wir es anstellen, wollen wir mit euch bei einem Aktions-Brainstorming besprechen.
Kommt dazu zahlreich
am 17. Juni 2013 um 19.30 Uhr
zu Anti Atom Berlin
in die Kohlfurter Straße 46, Berlin/Kreuzberg
Der Berliner Energietisch hat eigenen Angaben zufolge bis zum Stichtag am 10. Juni die erforderliche Anzahl von Unterschriften (173.000) um über 50% übertroffen. Am Ende zählten die Helfer um Michael Effler und Stefan Taschner unglaubliche 265.000 Unterschriften. Ein Großteil davon kam durch einen Kraftakt in den letzten zwei Wochen zusammen. Selbst nach Abzug von ungültigen und doppelten Unterschriften sollte es sicher sein, dass der Landeswahlleiter den Erfolg des Berliner Energietisches auch offiziell bestätigt.
Wir von gegenstromberlin sind Teil der über 50 Partnerorganisationen und haben u.a. mit einer Aktion gegen Vattenfalls Kunst-Greenwashing für den Energietisch geworben. Wir werden in diesem Sommer, im Rahmen unserer “Reclaim Power Tour” auch in Berlin für eine demokratische und erneuerbare Energieversorgung streiten.
(Hiermit sei auch der Regierende Oberbürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, gewarnt. Die Volksabstimmung muss am 22.9., dem Tag der Bundestagswahl stattfinden. Alles andere wäre der offensichtliche Versuch, die demokratische Beteiligung klein zu halten und würde kreative Aktionen zu Ungunsten von Wowereit und seinen Regierungsparteien nach sich ziehen!)
Klimaaktivist*innen haben am gestrigen Donnerstag gleich zweimal bei der Verleihung des Kunst-Preises „Vattenfall Contemporary“ in der Berlinischen Galerie interveniert. Der Preis wird in Kooperation von Vattenfall und der Berlinischen Galerie vergeben. Während der Pressekonferenz am Morgen entrollten die Aktivist*innen ein Banner mit der Aufschrift „Keine Kohle von Vattenfall“. Aus Protest gegen den von Vattenfall vorangetriebenen Kohleabbau schütteten sie bei der feierlichen Abendveranstaltung Braunkohle auf die Bühne.
Bis heute sind schon rund 50.000 Unterschriften für den Berliner Energietisch gesammelt worden. Wir brauchen aber noch 160.000 weitere, um im Juni sagen zu können: Jetzt wird abgestimmt, über eine erneuerbare und bürger*innenahe Energieversorgung.
…am 10. Mai 2013 beim Hafengeburtstag in Hamburg. Gegen das Kohlekraftwerk Moorburg, gegen Kohle-Importe aus Kolumbien & für Klimagerechtigkeit. Alles weitere erfahrt Ihr hier:
In einer Studie im Auftrag von Greenpeace hat das Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) die Folgen für die Bevölkerung durch die Emissionen von Kohlekraftwerken dargestellt. Die Ergebnisse sind erschreckend. Laut Studie haben die Emissionen der deutschen Kohlekraftwerke im Jahr 2010 zu 3.100 verfrühten Todesfällen geführt. Auch wenn dieses erst einmal statistisch ermittelte Werte sind, ist klar: Die Abgase aus den Kohlekraftwerken haben Einfluss auf die Lebenserwartung und damit auf die Kosten in unserem Gesundheitssystem. In einer im März erschienen Studie hat die Health and Environment Alliance, ein europaweiter Verbund von Umwelt- und Gesundheitsorganisationen vorgerechnet, dass die Kohleverstromung die EU-Gesundheitssysteme mit jährlich 43 Milliarden Euro belastet. In Deutschland fallen nach der Studie bis zu sechs Milliarden Euro zusätzliche Gesundheitskosten pro Jahr an. Das verdeutlicht einmal mehr, warum wir neben dem Atom- auch einen schnellstmöglichen Kohleausstieg brauchen und die erneuerbaren Energien ausbauen müssen. Die Vergesellschaftung der Kosten einer nicht nachhaltigen Energieversorgung muss beendet werden.
Wir wurden von der Zeitschrift “Phase2” um ein Interview gebeten. Leider waren sowohl die Fragen der Redaktion, als auch die Antworten von uns etwas hastig formuliert. Irgendwie fanden wir nicht so recht zusammen; hier die jungen, aktionistischen Klimabewegten, dort die etabliert-intellektuelle Zeitschrift “gegen die Realität”. Wir fanden den Austausch mit der Phase2 dennoch spannend, denn auch bei uns gab es intern gute Debatten rund um Eure provokanten Fragen. Deshalb wollen wir das Interview, nachdem Phase2 leider keinen Raum mehr dafür sah, hier im Sinne eines Denkanstoßes veröffentlichen.
Phase 2: Interview mit der Gruppe Gegenstrom Berlin
Ihr versteht euch „als eine offene Vernetzung von KlimaaktivistInnen“, die „in den herrschenden Klimadiskurs intervenieren“ will. Kapitalismus, so schreibt ihn in eurem Selbstverständnis weiter, sei „Krise, aber eben nicht nur Wirtschaftskrise, sondern auch ökologische und Klimakrise.“ Ist für euch Klimapolitik somit ein Einsatzpunkt für Kapitalismuskritik? Und wenn ja, warum?
Viele engagierte Öko-AktivistInnen sind irgendwann zu dem Schluss gekommen, dass ein wirkungsvoller Schutz natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen die Abschaffung des Kapitalismus voraussetzt – inbesondere dessen tragende Säulen: den Wachstumszwang und die Profitorientierung der Produktion.Deshalb ist Klimapolitik eben für ökologische-motivierte Menschen wie uns, die Klimagerechtigkeit global einfordern, auch ein Einsatzpunkt für Kapitalismuskritik – anders würde unsere Argumentation auch nicht funktionieren. Weiterlesen
Info- & Diskussionsveranstaltung
am Samstag, 16. März 2013 ab 19:30
mit Margarita Mileva, Vorsitzende der Buzludzha-Stiftung aus Sofia
im Max und Moritz, Oranienstrasse 162 / Berlin
Steigende Energiepreise, Energiearmut und eine politische Klasse, die durch ihre Austeritätspolitik immer größere Teile der bulgarischen Bevölkerung in die Armut getrieben hat. Dies waren Auslöser für die größten Demonstrationen gegen Energiekonzerne und Regierung, die Bulgarien seit 1989 gesehen hat. Hundertausende gingen auf die Straße, um gegen die steigenden Strom- und Heizkosten zu demonstrieren und forderten eine vollständige Verstaatlichung der teilweise privatisierten Energiemonopole. Die Demonstrationen sind die größten Demonstrationen, die es zur Energiearmut in der EU bisher gegeben hat. Weiterlesen
Interessierte sind herzlich eingeladen! Schreibt uns einfach eine E-Mail: info [ätt] gegenstromberlin.net
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Kommt einfach bei einem Treffen vorbei oder schreibt uns eine Mail: info [ätt] gegenstromberlin.net
gegenstromberlin
Wir verstehen uns als eine offene Vernetzung von Kli- maaktivistInnen. Wir sind Menschen mit unterschied- lichen Organisierungs- hintergründen, Perspektiven und hier da gibt es sehr verschiedene Positionen. Wir wollen in den herrschenden Klimadiskurs intervenieren, durch Artikel, Diskussionen und Workshops. Doch wir stehen vor allem auch für eine widerständige Praxis. Denn eine andere Welt wird uns nicht geschenkt!
Klima!Bewegungs-netzwerk
Das Klima!Bewegungsnetz- werk ist ein Zusammenhang, der aus der Vorbereitung des Klimacamps08 in Hamburg entstand. Das Nertzwerk beschäftigt sich zur Zeit vor allem mit der Mobilisierung zum COP15-Gipfel in Kopenhagen im Dezember 2009 und der Entwicklung lokaler Klimakämpfe. www.klima.blogsport.de
“Berlin fährt frei“
Kampagne für einen ÖPNV in Berlin zum Nulltarif
www.berlin-faehrt-frei.de