Mrz
31
2009
Fill the damn gap! - Erste Eindruecke aus Bonn
Die Verhandlungsrunde in Bonn (UNFCCC, 5.Session der AWG KP und LCA, Verhandlungen zur Vorbereitung der COP 15 in Kopenhagen) ist aus Sicht des globalen Suedens nicht besonders gut gestartet: der neue Chair der AWG-LCA (ad hoc working group on long term cooperative action), Michael Cutajar, hat als Grundlage fuer die Diskussionen ein “Fokuspapier” zusammengestellt, welches von der G77/China Gruppe als nicht ausgewogen abgelehnt wird. Durch ein ebenfalls “eigeninitiativ” angesetztes “technical briefing” am Montag mittag, in dem die schon in Poznan von Bert Metz eingefuehrten Mittelfrist-Vermeidungsszenarios unter Beteiligung der non-Annex-I Laender durch ‘deviation from baseline’ vorgestellt wurden (die zufaellig weitgehend mit den Vorstellungen der europaeischen Union uebereinstimmen), wurde der Eindruck noch verstaerkt, dass die Vorschlaege und Prioritaeten der verschiedenen Laendergruppen nicht gleichbehandelt werden. “Das Fokuspapier fokussiert auf den Vorschlag der EU”, so koennte die Stimmung zusammengefasst werden.
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Mrz
28
2009
Rede auf der Großdemo “Wir zahlen nicht für eure Krise” in Berlin
Kapitalismus heißt Krise, aber eben nicht nur Wirtschaftskrise, sondern auch ökologische Krise und Klimakrise.
Dabei geht es nicht nur um die allseits beliebten absaufenden Eisbären. Es geht um viel mehr, es geht um Klimagerechtigkeit. Es geht um den tiefen Graben zwischen Reich und Arm, zwischen Nord und Süd auf dieser Welt, es geht um Macht, und es geht darum, wie wir in Zukunft unsere Gesellschaft organisieren. Insofern ist die Klimafrage immer auch eine Klassenfrage.
Schon jetzt gehen im globalen Süden Millionen Menschen an den Folgen des Klimawandels zugrunde. Gleichzeitig führt die Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung im industrialisierten Norden dazu, dass wir leben als hätten wir sieben bis acht Planeten zur Verfügung. Damit sich daran etwas ändert, müssen wir endlich Abschied nehmen von der tödlichen Logik des Wachstumszwangs, der ständigen Überproduktion für die Überkonsumption. Wir können nicht mehr so weiter machen wie bisher, weder als Individuen, noch als Gesellschaft. Weiterlesen
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