Der Mythos des ‘grünen’ Wachstums
In vielen Debatten um die Möglichkeit/Wünschbarkeit eines ‘Green New Deal’ (z.B. vor kurzem als ‘solidarisches Streitgespräch’ zwischen Alexis Passadakis und Sven Giegold auf dem McPlanet) wird immer wieder gesagt, dass es doch theoretisch möglich sei, sich kapitalistisches Wachstum vorzustellen, dass sich im Umweltraum nicht verhält, wie eine Bakterienkolonie in einer Nährlösung – also fressen, fressen, fressen, bis nix mehr da ist.
Als Indiz dafür wird oft die Entstehung sog. ‘immaterieller’ Produktion, der ‘Dienstleistungsökonomie’, und natürlich des allseits beliebten Internets angeführt. Hierzu nur ein kleiner Punkt aus einem Artikel im britischen Guardian:
“And while the demand for electricity is a primary concern, a secondary result of the explosion of internet use is that the computer industry’s carbon debt is increasing drastically. From having a relatively small impact just a few years ago, it is now leapfrogging other sectors like the airline industry that are more widely known for their negative environmental impact.”
Will sagen: sogar das angeblich immaterialle Internet hat eine Basis in der ganz handfesten, materiellen, ökologisch zerstörerischen kapitalistischen Wirtschaft. Es gibt kein grünes kapitalistisches Wachstum – hat’s nie gegeben, und wird’s, zumindest in der Zeit, die uns bleibt, um wirklich katastrophale Ereignisse abzuwenden, auch nicht geben…