Der Castor kommt. Du auch?
Noch nix von Schottern gehört – na dann schaut mal her:
In Leipzig findet am 15. Oktober anlässlich des ‘Global Day of Action for Climate Justice’ eine Aktionsdemo gegen Emissionshandel und CCS statt – organisiert von Klimagerechtigkeit Leipzig und gegenstrom berlin. Dabei sollen anhand von konkreten Stationen Fixpunkte der von fossilen Brennstoffen abhängigen Energiepolitik aufgezeigt und kritisiert werden.
Das internationale Bündnis Climate Justice Action solidarisiert sich mit dem Global Day of Action mit indigenen Netzwerken aus dem globalen Süden. In der Woche um den 12. Oktober finden weltweit Aktionen gegen den klimapolitischen Alltagswahnsinn statt.
In Leipzig geht es um Emissionshandel und die Abscheidung und unterirdische Lagerung von Kohlenstoff (Carbon Capture & Storage, kurz CCS). Bei der Demo werden in der Leipziger Innenstadt Institutionen angelaufen, die für diese energiepolitischen Instrumente betreiben und nutzen.
Zur inhaltlichen Einstimmung wird es am Donnerstag, 14. Oktober 2010, um 19.00 Uhr eine Podiumsdiskussion in der Universitätsbibliothek Albertina in Leipzig geben.
Am Freitag, 15. Oktober 2010, findet die Aktionsdemo statt. Treffpunkt ist um 15.oo Uhr am Kleinen Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof.
„Für ein ganz anderes Klima! CCS und Emissionshandel stoppen!“
Hier geht es zum Aufruf mit weiteren Infos: Aufruf Leipzig und hier zum Flyer: Flyer
Die Regierung will die Laufzeiten für Atomkraftwerke massiv verlängern- nur um den Atomkonzernen milliardenschwere Zusatzgewinne zu sichern. Aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Jetzt kommt es auf unseren Protest an!
Am 18. September gehen wir mit zehntausenden Menschen in Berlin auf die Straße und umzingeln das Regierungsviertel. Demonstrieren Sie mit für das Ende der Atomkraft!
Im November 2010 ins Wendland: Den Castor stoppen!
Auf einmal macht es Klick und es geht los. Der Widerstand gegen Atommülltransporte ins Wendland ist so ein Kristallisationspunkt: hier wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Hier seid Ihr alle gefragt:
Wir wenden uns an die Menschen, die schon seit vielen Jahren im Widerstand gegen Castortransporte aktiv sind; natürlich auch an die vielen Neuen, die in den letzten Jahren ihr Nein! zur Atomenergie auf die Straße getragen haben;
wir wenden uns an diejenigen, die massenhaft gegen den Sozialraub der Regierung protestierten, und die erleben mussten, wie ohne Wimpernzucken darüber hinweggegangen wurde;
wir wenden uns an die Zehntausende, die bundesweit entschlossen etliche Naziaufmärsche stoppten;
wir wenden uns an die Leute in Dörfern, in kleineren und größeren Städten, die nicht bereit sind, angesichts der herrschenden Atom-Politik die Hände in den Schoß zu legen:
Gemeinsam mit Euch, zusammen mit Hunderten, Tausenden von Menschen, wollen wir in der Aktion Castor Schottern! Steine aus dem Gleisbett räumen, wenn der nächste Transport mit Castoren ins Wendland rollt.
Damit die guten Argumente gegen die Nutzung der Atomenergie gesellschaftlich wirksam werden, müssen wir zuweilen in mühevoller Handarbeit intervenieren. Die Atompolitik schafft Fakten. Auch wir schaffen Fakten: wir machen ein Loch. Hier gehts zum Aufruf.

Das Gericht der Stadt Kopenhagen hat heute Natasha Verco und Noah Weiss freigesprochen. Den zwei KlimaaktivistInnen wurde vorgeworfen, illegale Aktivitäten während des UN-Klimagipfels in Kopenhagen 2009 (COP15) organisiert zu haben. Doch diese Anklagepunkte konnten sich im Gericht nicht behaupten. Das Gerichtsurteil diskreditiert hingegen die gewaltsamen Methoden der Polizei während des Gipfels. Klimapolitisch engagierten Menschen wurde ihr demokratisches Recht verweigert die Klimaverhandlungen zu kritisieren. Weiterlesen