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	<description>Klimaaktivist_innen aus Berlin</description>
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		<title>Keine Kohle von Vattenfall!</title>
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		<pubDate>Tue, 14 May 2013 21:08:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gsb</dc:creator>
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		<title>Klimaaktivist*innen protestieren gegen Kunstsponsoring von Vattenfall</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 22:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gsb</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Klimaaktivist*innen haben am gestrigen Donnerstag gleich zweimal bei der Verleihung des Kunst-Preises „Vattenfall Contemporary“ in der Berlinischen Galerie interveniert. Der Preis wird in Kooperation von Vattenfall und der Berlinischen Galerie vergeben. Während der Pressekonferenz am Morgen entrollten die Aktivist*innen ein Banner mit der Aufschrift „Keine Kohle von Vattenfall“. Aus Protest gegen den von Vattenfall vorangetriebenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klimaaktivist*innen haben am gestrigen Donnerstag gleich zweimal bei der Verleihung des Kunst-Preises „Vattenfall Contemporary“ in der Berlinischen Galerie interveniert. Der Preis wird in Kooperation von Vattenfall und der Berlinischen Galerie vergeben. Während der Pressekonferenz am Morgen entrollten die Aktivist*innen ein Banner mit der Aufschrift „Keine Kohle von Vattenfall“. Aus Protest gegen den von Vattenfall vorangetriebenen Kohleabbau schütteten sie bei der feierlichen Abendveranstaltung Braunkohle auf die Bühne.
<a href='http://www.gegenstromberlin.net/2013/04/25/kimaaktivistinnen-protestieren-gegen-kunstsponsoring-von-vattenfall/bildschirmfoto-2013-04-26-um-00-28-15/' title='Bildschirmfoto 2013-04-26 um 00.28.15'><img width="150" height="150" src="http://www.gegenstromberlin.net/wp-content/uploads/2013/04/Bildschirmfoto-2013-04-26-um-00.28.15-150x150.png" class="attachment-thumbnail" alt="Bildschirmfoto 2013-04-26 um 00.28.15" title="Bildschirmfoto 2013-04-26 um 00.28.15" /></a>
<a href='http://www.gegenstromberlin.net/2013/04/25/kimaaktivistinnen-protestieren-gegen-kunstsponsoring-von-vattenfall/img_3370/' title='Kohle von Vattenfall'><img width="150" height="150" src="http://www.gegenstromberlin.net/wp-content/uploads/2013/04/IMG_3370-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Kohle von Vattenfall" title="Kohle von Vattenfall" /></a>
</p>
<p><span id="more-2382"></span></p>
<p>Berlin, 26.04.2013. Die Klimaaktivist*innen machten mit ihrer Aktion darauf aufmerksam, dass sich der schwedische Energiekonzern Vattenfall in Berlin immer wieder als sozial engagiertes Unternehmen präsentiert. Vattenfall sponsert in der Hauptstadt regelmäßig Kunst- und Kulturveranstaltungen. „Vattenfall bemüht sich gerade in Berlin um das Image eines freundlichen Saubermanns“, sagte Alex Lerchner, die die Aktion mit organisiert hatte, „aber das Geschäftsgebaren von Vattenfall, etwa in der Lausitz, zeigt ein ganz anderes Bild: ein Bild der Verwüstung. Dieses Bild haben wir heute während der Pressekonferenz präsentiert.“<br />
Die Aktivist*innen hatten von einer Empore in der Berlinischen Galerie ein Gemälde-Banner fallen lassen. Auf dem Bild war zu sehen, wie Kohlebagger Dörfer und Natur zerstören. Darunter war zu lesen: „Keine Kohle von Vattenfall.&#8221;</p>
<p>Am Abend intervenierten die Aktivist*innen erneut in der Berlinischen Gallerie, diesmal bei der Preisverleihung. Während der Ansprache des Vattenfall-Generalbevollmächtigen, Alexander Jung, schütteten sie Braunkohle auf die Bühne und verteilten Flyer im Publikum. Die Flyer sahen aus wie die Flyer des Fördervereins der Berlinischen Galerie, auf denen mit dem Claim „Gute Freunde braucht die Kunst“ für Fördermitgliedschaften geworben wird.<br />
„Der weltweite Klimawandel und seine Folgen sind Vattenfall und seinen Freunden offensichtlich völlig egal. Die Berlinische Galerie bietet dem Konzern mit dieser Kooperation eine Bühne. Für Vattenfall geht es einzig darum, sein Image aufzubessern. Kunst braucht Freunde. Aber keine Freunde wie Vattenfall,“ erklärte Lerchner.</p>
<p>Lerchner fügte hinzu, dass zu keinem Zeitpunkt der Aktionen, Kunstgegenstände berührt oder beschädigt worden seien. Auch seien keine Personen zu Schaden gekommen oder beeinträchtigt worden. „Uns geht es nicht um Vandalismus und Eskalation, sondern um zivilisierten und legitimen Protest gegen die dreckigen Braunkohle-Geschäfte von Vattenfall.“</p>
<p><a href="http://www.gegenstromberlin.net/wp-content/uploads/2013/04/BG-Flyer.pdf">Kontakt: </a><a title="This external link will open in a new window" href="https://fruiteater.riseup.net/sm/src/compose.php?send_to=info@gegenstromberlin.net" target="_blank">info@gegenstromberlin.net</a></p>
<p><strong>Zum Flyer</strong>: <a href="http://www.gegenstromberlin.net/wp-content/uploads/2013/04/BG-Flyer.pdf">Kunst brauch (keine falschen) Freunde.</a></p>
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		<title>Volksbegehren braucht Unterschriften</title>
		<link>http://www.gegenstromberlin.net/2013/04/15/volksbegehren-braucht-unterschriften/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Apr 2013 22:06:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gsb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Vattenfall]]></category>
		<category><![CDATA[Volksbegehren]]></category>

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		<description><![CDATA[Bis heute sind schon rund 50.000 Unterschriften für den Berliner Energietisch gesammelt worden. Wir brauchen aber noch 160.000 weitere, um im Juni sagen zu können: Jetzt wird abgestimmt, über eine erneuerbare und bürger*innenahe Energieversorgung.

MACHT AUCH IHR MIT!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bis heute sind schon rund 50.000 Unterschriften für den <a href="http://www.berliner-energietisch.net/">Berliner Energietisch</a> gesammelt worden. Wir brauchen aber noch 160.000 weitere, um im Juni sagen zu können: Jetzt wird abgestimmt, über eine erneuerbare und bürger*innenahe Energieversorgung.</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/z7yLPCrGZn8?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>MACHT AUCH IHR MIT!</h2>
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		<title>gegenstrom.13 &#8211; Elbblockade</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Apr 2013 10:17:28 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;am 10. Mai 2013 beim Hafengeburtstag in Hamburg. Gegen das Kohlekraftwerk Moorburg, gegen Kohle-Importe aus Kolumbien &#038; für Klimagerechtigkeit. Alles weitere erfahrt Ihr hier:

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;am 10. Mai 2013 beim Hafengeburtstag in Hamburg. Gegen das Kohlekraftwerk Moorburg, gegen Kohle-Importe aus Kolumbien &#038; für Klimagerechtigkeit. Alles weitere erfahrt Ihr hier:</p>
<p><iframe width="504" height="285" src="http://www.youtube.com/embed/C9GsEboOtn8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Greenpeace-Studie zeigt: Kohle Killt !</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Apr 2013 09:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gsb</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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		<description><![CDATA[In einer Studie im Auftrag von Greenpeace hat das Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) die Folgen für die Bevölkerung durch die Emissionen von Kohlekraftwerken dargestellt. Die Ergebnisse sind erschreckend. Laut Studie haben die Emissionen der deutschen Kohlekraftwerke im Jahr 2010 zu 3.100 verfrühten Todesfällen geführt. Auch wenn dieses erst einmal statistisch ermittelte Werte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer <a href="http://www.greenpeace.de/themen/energie/nachrichten/artikel/3100_todesfaelle_durch_deutschlands_schaedlichste_kohlekraftwerke-1/">Studie im Auftrag von Greenpeace</a> hat das Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) die Folgen für die Bevölkerung durch die Emissionen von Kohlekraftwerken dargestellt. Die Ergebnisse sind erschreckend. Laut Studie haben die Emissionen der deutschen Kohlekraftwerke im Jahr 2010 zu 3.100 verfrühten Todesfällen geführt. Auch wenn dieses erst einmal statistisch ermittelte Werte sind, ist klar: Die Abgase aus den Kohlekraftwerken haben Einfluss auf die Lebenserwartung und damit auf die Kosten in unserem Gesundheitssystem. In einer im März erschienen <a href="http://www.env-health.org/policies/air-quality/">Studie hat die Health and Environment Alliance</a>, ein europaweiter Verbund von Umwelt- und Gesundheitsorganisationen vorgerechnet, dass die Kohleverstromung die EU-Gesundheitssysteme mit jährlich 43 Milliarden Euro belastet. In Deutschland fallen nach der Studie bis zu sechs Milliarden Euro zusätzliche Gesundheitskosten pro Jahr an. Das verdeutlicht einmal mehr, warum wir neben dem Atom- auch einen schnellstmöglichen Kohleausstieg brauchen und die erneuerbaren Energien ausbauen müssen. Die Vergesellschaftung der Kosten einer nicht nachhaltigen Energieversorgung muss beendet werden.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 492px"><a href="http://www.gruene-jugend.de//node/65"><img title="Kohle Killt" src="http://www.gruene-jugend.de/sites/default/files/Kohle-killt-Postkarte.jpg" alt="(Quelle: GJ-Kampagne gegen Kohlekraftwerke 2010)" width="482" height="806" /></a><p class="wp-caption-text">(Quelle: GJ-Kampagne gegen Kohlekraftwerke 2010)</p></div>
<p><span id="more-2350"></span>Die Bundesregierung hat im letzen Jahr die Chance verstreichen lassen, bei der Umsetzung der EU-Industrieemissionsrichtlinie (IED) die nationalen Vorgaben für die Abgaswerte der Kohlekraftwerke an den Stand der Technik anzupassen. Denn der Stand der Technik ist deutlich weiter fortgeschritten als die nun wieder festgelegten bisherigen veralteten Grenzwerte.</p>
<p>Beispiel Stickoxide (NO<sub>x</sub>): In Deutschland wird der EU-Grenzwert für das NO<sub>x</sub>-Jahresmittel seit Jahren immer wieder überschritten. Einer der beiden Hauptverursacher ist, neben dem Verkehr, in zunehmendem Maße die Energiewirtschaft. Sie macht ein Viertel der NO<sub>x</sub>-Emissionen aus und hat in den letzten 15 Jahren nicht zu einer Minderung der Stickstoffemissionen beigetragen. Im Gegenteil, diese Emissionen sind zuletzt sogar leicht angestiegen. Aktuelle Genehmigungsbescheide zeigen, dass mit der besten verfügbaren Technik ein Grenzwert im Tagesmittel von 70 Milligramm pro Kubikmeter technisch erreichbar und ökonomisch darstellbar ist. Die Bundesregierung legt aber in der Verordnung einen doppelt so hohen Grenzwert für große Kohlekraftwerke fest. Allein die 16 größten Kohlekraftwerke in Deutschland sind für etwa 40 Prozent der Stickoxidemissionen der Energiewirtschaft verantwortlich.</p>
<p>Beispiel Quecksilber (Hg): Allein in Deutschland gelangten 2010 insgesamt gut 7,5 Tonnen Quecksilber in die Umwelt. Dies zeigen die neuesten Daten des Schadstofffreisetzungs- und –-erbringungsregisters. Über zwei Drittel der Quecksilberemissionen stammen aus den großen Kohlekraftwerken. In den USA wurden in den vergangenen Monaten deutlich niedrigere Grenzwerte bei den Quecksilberemissionen beschlossen. Die Bundesregierung will davon nichts wissen und hält an den veralteten Grenzwerten fest. Sie liegen weiterhin bei 30 Mikrogramm pro Kubikmeter (Tagesmittelwert). Im Entwurf der IED waren dagegen 20 Mikrogramm pro Kubikmeter vorgesehen – was  dem Wirtschaftsministerium zu industriefeindlich war. Aber selbst dieser Grenzwert wäre lange nicht beim technisch Möglichen und dem in den USA für Altanlagen vorgesehenen Wert. Dort darf ab 2016 kein bestehendes Kraftwerk im Monatsdurchschnitt mehr als 1,5 Mikrogramm pro Kubikmeter emittieren. Die dafür notwendige Technik existiert bereits und wird genutzt, um die Emissionen von Quecksilber auf unter einem Mikrogramm pro Kubikmeter zu senken.</p>
<p>Fazit: Es ist nicht im Interesse der Bundesregierung, den Schutz der Bevölkerung vor den Abgasen der Kohleverstromung zu erhöhen. Veraltete Grenzwerte werden aufgrund der Wünsche von Vattenfall und Co fortgeschrieben. Der aktuelle Stand der Technik und die Entwicklungen in anderen Ländern beim Schutz der Bevölkerung vor den Abgasen werden ignoriert. Dass die Beibehaltung der veralteten Grenzwerte ganz im Sinne der Kohleverstromung ist, hat Vattenfall durch sein fieses Treiben bereits verdeutlicht. Insofern ist der Verweis der Kraftwerksbetreiber auf die „strengen“ Grenzwerte in Deutschland ein reines Ablenkungsmanöver.</p>
<p><strong>Wir brauchen den schnellstmöglichen Kohleausstieg, den sofortigen Stopp der Tagebauaktivitäten.</strong></p>
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		<title>Interview mit Phase2</title>
		<link>http://www.gegenstromberlin.net/2013/04/03/interview-mit-phase2/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 20:10:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gsb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir wurden von der Zeitschrift &#8220;Phase2&#8221; um ein Interview gebeten. Leider waren sowohl die Fragen der Redaktion, als auch die Antworten von uns etwas hastig formuliert. Irgendwie fanden wir nicht so recht zusammen; hier die jungen, aktionistischen Klimabewegten, dort die etabliert-intellektuelle Zeitschrift &#8220;gegen die Realität&#8221;. Wir fanden den Austausch mit der Phase2 dennoch spannend, denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wurden von der Zeitschrift &#8220;<a href="www.phase-zwei.org">Phase2</a>&#8221; um ein Interview gebeten. Leider waren sowohl die Fragen der Redaktion, als auch die Antworten von uns etwas hastig formuliert. Irgendwie fanden wir nicht so recht zusammen; hier die jungen, aktionistischen Klimabewegten, dort die etabliert-intellektuelle Zeitschrift &#8220;gegen die Realität&#8221;. Wir fanden den Austausch mit der Phase2 dennoch spannend, denn auch bei uns gab es intern gute Debatten rund um Eure provokanten Fragen. Deshalb wollen wir das Interview, nachdem Phase2 leider keinen Raum mehr dafür sah, hier im Sinne eines Denkanstoßes veröffentlichen.</p>
<p><strong>Phase 2: Interview mit der Gruppe Gegenstrom Berlin</strong></p>
<p><strong>Ihr versteht euch „als eine offene Vernetzung von KlimaaktivistInnen“, die „in den herrschenden Klimadiskurs intervenieren“ will. Kapitalismus, so schreibt ihn in eurem Selbstverständnis weiter, sei „Krise, aber eben nicht nur Wirtschaftskrise, sondern auch ökologische und Klimakrise.“  Ist für euch Klimapolitik somit ein Einsatzpunkt für Kapitalismuskritik? Und wenn ja, warum?</strong></p>
<p>Viele engagierte Öko-AktivistInnen sind irgendwann zu dem Schluss gekommen, dass ein wirkungsvoller Schutz natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen die Abschaffung des Kapitalismus voraussetzt &#8211; inbesondere dessen tragende Säulen: den Wachstumszwang und die Profitorientierung der Produktion.Deshalb ist Klimapolitik eben für ökologische-motivierte Menschen wie uns, die Klimagerechtigkeit global einfordern, auch ein Einsatzpunkt für Kapitalismuskritik &#8211; anders würde unsere Argumentation auch nicht funktionieren.<span id="more-2345"></span></p>
<p>Aber was heißt hier schon &#8220;Kritik&#8221;? Kritik welche sich allein auf Lektüre und Publikation beschränkt ist uns zu steril. Wir machen auch Blockaden und Flashmobs, weil Theorie ohne Praxis keine Veränderung bringen kann.</p>
<p>Und einfach „Kapitalismuskritik“ ist uns nicht genug. Die ist ja längst im Vormittagsprogramm angekommen, alle sprechen heute von der Krise des Kapitalismus, sogar Schirrmacher von der FAZ. Diese Position ist längst systemkonform integriert. Da gibt es keinen Stachel mehr. Wir müssen danach fragen, was denn nun Kritik am Kapitalismus bedeutet. Und das heißt für uns, sofortiger Ausstieg aus Atomkraft,Kohlekraftwerken und Tagebauen. Das  bedeutet einen radikalen Bruch mit dem Profit- und Wachstumszwang. Hier würde Schirrmacher nicht mitgehen.</p>
<p><strong>In eurer Selbstbeschreibung heißt es: „Wir wollen mit der  tödlichen Logik des Wachstumszwangs brechen, der ständigen Überproduktion für die Überkonsumption.“ Die ökologische Frage, so schreibt ihr, sei eigentlich eine ökonomische – erstere ohne letztere nicht zu denken. Somit müsste doch eigentlich der Kapitalismus als Ganzes angegriffen werden und nicht seine (ökologischen) Erscheinungsformen wie ein Steinkohlekraftwerk im Hambacher Forst. Daran knüpft sich die Frage, ob Ökologie vielleicht doch ein Bereich ist, der nicht allein im Kapitalismus aufgeht oder ob ökologische Fragen für Euch lediglich der „Hebel“ einer allgemeinen Kapitalismuskritik sind?</strong></p>
<p>Diese Frage vermischt zwei unterschiedliche Dinge:</p>
<p>Erstens: warum an konkreten Punkten ansetzen, wie Hambacher Forst oder 	Steinkohlekraftwerke? Politische Interventionen gegen Kapitalismus und Naturzerstörung muß an konkreten gesellschaftlichen Kämpfen ansetzen. Wo sonst sollte mensch denn „den Kapitalismus“ angreifen? Nur mit Artikeln wird keine Revolution gewonnen. Hinter dem Abstrakten stehen doch Realitäten: Akteure und Praktiken.</p>
<p>Zweitens: geht Ökologie im Kapitalismus auf, d.h. reicht es, den Kapitalismus 	abzuschaffen, um die natürlichen Lebensgrundlagen zu retten?</p>
<p>Eine Antwort darauf hat die Geschichte gegeben. Der realexistierende Sozialismus war nicht grundsätzlich weniger zerstörerisch, er war nur dort harmloser, wo er nicht mehr so konnte wie er wollte. Unsere Ansatzpunkte sind konkrete Praxen und Denkmuster, die es zu überwinden bzw. neu zu erschaffen gilt. Somit ist auch die Betonung vieler Linker, dass Kapitalismuskritik keine Verzichtskritik sein kann, ein Widerspruch in sich. Wir wollen keine Kompatibilität mit dem Mainstream, frei nach dem Motto: Wasch mich, aber mach mir den Pelz nicht nass. Überkonsum einerseits, und das schließt unser durchschnittliches Konsummodell ein, und Ausbeutung von Menschen und Ökosystemen andererseits, sind zwei Seiten derselben Medaille. Der europäische und nord-amerikanische )onsum (respektive der &#8220;imperiale Lebensstil&#8221;) verschlingt Unmengen an Energie, Boden, Atmosphäre und Wasser und kann somit nicht Teil einer besseren, postkapitalistischen Gesellschaft sein. Wachstumskritik ist deshalb ein wichtiger Teil einer Position, die die Umkehrung der Verhältnisse  konkret zu denken vermag.</p>
<p><strong>CDU, SPD, Grüne und Linkspartei propagieren gemeinsam den Atomausstieg, Müll nicht zu trennen wird mittlerweile rechtlich geahndet und vom mittelständischen Unternehmen bis zum Großkonzern reden alle von ökologischer Nachhaltigkeit – „Klimabewusstsein“ ist in Deutschland scheinbar längst mehrheitsfähig, Wie kann sich unter diesen Umständen eine linksradikale Klimapolitik formulieren und worin unterscheidet sie sich von der Umweltpolitik des politischen Mainstreams?</strong></p>
<p>Mehrheitsfähigkeit und Radikalität schließen sich nicht grundsätzlich gegenseitig aus. Oder anders gesagt, es gilt sowohl linken Opportunismus als auch Doktrinismus zu bekämpfen, die Revolutionäre müssen alle Formen beherrschen, wenngleich sie nicht alle Formen mögen.</p>
<p>Eine linke Klimapolitik muß die Verbindung zwischen Umweltzerstörung, Kapitalismus und globaler Ungerechtigkeit aber immer wieder unverzerrt aufzeigen, ohne Rücksicht auf Industrielobbies und herrschende (zumeist rassistische und eurozentristische) politische Diskurse. Glaubt ihr, die parlamentarischen Parteien werden uns dies abnehmen?</p>
<p>Wenn jetzt schon der Supermarkt um die Ecke mit Klimaschutz wirbt, dann ist das ein Indikator, wie weit die Klimakämpfe schon gedrungen sind. Hier muss die radikale Linke kritisch sein ohne sich auf eingeschnappt zurück zu ziehen.</p>
<p>Für die Praxis in der BRD heißt das, es gibt Anlass zur Hoffnung. Die ganze Palette politischer Parteien ist nämlich auf Greenwashing angewiesen, weil Atomkraft, Klimawandel und andere Formen der Umweltzerstörung nicht mehr gut gelitten werden.</p>
<p>Im bismarkschen Deutschland wurden zahlreiche Forderungen der I. und II Internationale umgesetzt, Verbot von Kinderarbeit oder eine Rentenverischerung. Das war für die III. Internationale weder ein Grund die Kinderarbeit wieder einzuführen, noch die eigene Existenzberechtigung wegen einigen Siegen in Frage zu stellen.</p>
<p><strong>In eurer Selbstbeschreibung hebt ihr die soziale Dimension des Klimawandels hervor. „Reiche“ würden ihn verursachen, betroffen seien „hier und global“ zuerst die „Armen“. Ihr sprecht von einer „tödlichen Logik“ des kapitalistischen Wachstumszwangs, da reiche es nicht „die Glühbirne zu wechseln“. Bei einer solchen Aussagen fragt man sich fast zwangsläufig: Was würde denn reichen? Eure konkreten Forderungen nach kostenlosem öffentlichen Nahverkehr, bedingungslosem Grundeinkommen und Arbeitszeitverkürzung klingen da zunächst eher hilflos und die Kategorien von „Reichen“ vs. „Arme“ ähnlich verkürzend wie die Energiesparlampe.</strong></p>
<p>Nochmal: Die ökologische Frage ist für uns untrennbar mit der sozialen Frage verknüpft. Unsere Selbstdarstellung soll dieses Grundverständnis ausdrücken. Natürlich verkürzen wir komplexe Sachverhalte in unserer Selbstdarstellung. Eine Internetseite soll und will kein Ersatz für eine umfassende Theorie sein.</p>
<p>Zweitens: Prinzipiell wünschen wir uns eine Wirtschaftsweise ohne Wachstum und eine Produktionsorganisation ohne  Wachstumszwang. Kostenloser ÖPNV, Grundeinkommen und Arbeitszeitverkürzung betrachten wir als Nadelstiche und destabilisierende Faktoren gegen das dominierende, kapitalistische System. Kostenloser öffentlicher Nahverkehr wendet sich gegen den Individualverkehr als Bühne für ökologisch zerstörerische  Statussymbole des weißen Mannes in der Krise. Somit sind unsere Forderungen radikal und zugleich anschlussfähig an die größeren Gegendiskurse unserer Zeit.</p>
<p>Drittens: Unsere Kampf für Klimagerechtigkeit ist notwendiger Weise eine kritische, handfeste Auseinandersetzung mit dem so genannten westlichen Lebensstil. Die Nord-Süd-Aufteilung der Welt, in ökologische Schuldner (der Norden)  und ökologische Gläubiger (der Süden) ist ungerecht. Die finanziellen Schulden spiegeln das ja nicht wieder. Eigentlich sollte der post-koloniale Norden beim Süden verschuldet sein.</p>
<p>Wie viel Ressourcen ein Mensch verbraucht und die Größe seines ökologischen Fußabdrucks ist nicht abhängig davon, auf welchem Erdteil er lebt, sondern in erster Linie von seinem Einkommen Es ist eine empirische und statistische Tatsache, ddass hauptsächlich die &#8220;Reichen&#8221; den Klimawandel verursachen. Arm und reich sind keine hilflose Kategorie!</p>
<p>Viertens: Über Kategorisierungen kann auch eine Solidarität und Gemeinschaftlichkeit vermittelt werden. Derzeit sind die potenziellen revolutionären Subjekte global verstreut über Länder, Klassen und Geschlechter. Wo es das neue Subjekt der Geschichte geben kann, wissen wir auch nicht. Vielleicht die arabischen Rebellionen, oder bei indigenen Frauen oder prekarisierte Europäer. Gerechtigkeit, Klima und Umwelt sind immerhin Bausteine einer neuen Solidarität.</p>
<p><strong>Zu 3. „Think global, act local“ – das ist ein politischer Slogan, der auch für Euch zuzutreffen scheint. Auch wenn dieser Ansatz, gerade in Bezug auf ökologische und ökonomische Fragen, durchaus evident ist, zeigen sich dennoch seine Grenzen. Klimakrise und Krise des Kapitalismus gehen nach Eurer Darstellung Hand in Hand. Eure konkreten politischen Forderungen haben jedoch mit den weltweiten Bedingungen des Kapitalismus und der ökologischen Frage nahezu nichts gemein. Wie lässt sich dieser Widerspruch sinnvollerweise auflösen?</strong></p>
<p><strong> </strong>Wir widersprechen! (Siehe oben) Die Frage ist repetitiv!</p>
<p><strong>Zu 4. Ihr wendet euch verbal gegen „neue ‚grüne‘ Formen des Kapitalismus als Rettungsweg“ und praktisch gegen den Ausbau des Braunkohletagebausim Hambacher Forst. Geht man davon aus, dass ihr Atomkraftwerke genauso wenig unterstützt: Kann man Eurer Meinung nach dennoch eine bestimmte Energiepolitik unterstützen? Oder anders gefragt: Geht man davon aus, dass der Kapitalismus in naher Zukunft nicht überwunden wird, sind klimaschonende innerkapitalistische Alternativen nicht dennoch zu unterstützen?</strong></p>
<p>Ein Tagebau ist in keinem Fall grün, auch nicht im „neuen grünen Kapitalismus“ der herrschenden Eliten! Was ihr vielleicht meint sind zum Beispiel Gaskraftwerke, die stoßen immerhin weniger CO2 aus als Kohlekraftwerke.</p>
<p>Die lehnen wir nicht grundsätzlich ab. Wir unterstützen aber im Gegensatz zum grünen Kapitalismus nicht die Fortführung des Kohlenstoff-basierten Metabolismus mit besserer Technik. Das würde einen Wachstumszwang und Ausbeutung im neuen Mäntelchen bedeuten.</p>
<p>Ganz pragmatisch unterstützen wir dezentrale erneuerbare Energien als Quelle für elektrischen Strom und Heizung. Dazu muss eine Senkung des Energieverbrauchs kommen, ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs zu Lasten des Individualverkehrs, De-Industrialisierung, Reduzierung des Fleischkonsums und Abschaffung der Massentierhaltung.  Wie bereits gesagt, uns sind linke Publikationen und Theorierunden nicht genug &#8211; wir haben praktische Forderungen, einige davon lassen sich kurzfristig umsetzen, andere zeigen uns weitere Ziele auf.</p>
<p><strong>Ihr beteiligt Euch als Zusammenhang an den Klimacamps, deren Themen aus einem breiten Potpourri von Veganismus bis Globale Ökonomie bestehen. Was sind Eure Vorraussetzungen der politischen Kooperation, gibt es Diskussionen und kritische Auseinandersetzung mit bestimmten Themen? Oder besteht der Konsens vor allem in der Überzeugung, gemeinsam gegen die „reichen“ Verursacher der Klimakrise zu agieren?</strong></p>
<p>Ob Potpourri oder Eintopf, es gibt Leitplanken der Kooperation. Genau wie andere linke Gruppen debattieren wir diese regelmäßig, haben klare Meinungen zu einigen Akteuren und sehen hier und da Graubereiche (etwa in der Kooperation mit einigen Jugendorganisationen). Für das letzte Klimacamp haben wir die lokale Antifa als Nachtwächter gewonnen. Das ist in der Lausitz notwendig. Im Vattenfall Werkschutz finden einige lokale Nazigrößen ihre Berufsarbeit. Mit solchen Leuten konfrontiert zu sein ist etwas anderes als in der Redaktion zu sitzen. Bisher hat sich niemand mit einem völkischen oder nationalistischen Hintergrund bei uns angebiedert. Wenn das passiert, werden wir eine Grenze ziehen.</p>
<p>Im letzten Teil der Frage unterstellt ihr uns, das Problem zu reduzieren, auf einen Sündenbock, „die Reichen“ Verursacher der Klimakrise. Wollt ihr uns damit unterschieben, wir würden die personalisierte Kritik an der Transaktionssphäre mit einer an der Ökosphäre vertauschen? Das wirkt so, also sollte die Wiederholung eurer Zuschreibung auf uns diese wahr machen. Es scheint uns eher, das ihr die Welt  nur noch durch die strukturalistische Brille seht, und alles in dieses Muster pressen wollt.Auffällig ist, dass ihr nie von Umweltpolitik sprecht, sondern von Klimapolitik. Welche Bedeutung hat für euch die Akzentuierung dieses Unterschieds?</p>
<p>Klimapolitik ist für uns mehr, nicht etwas anderes. Wir wollen damit keine  umwelttechnischen oder umweltpolitischen Konflikte herunterspielen.  Klimagerechtigkeit bedeutet eine internationalistische Sicht, das versteht jedeR intuitiv. Deswegen ist der Begriff gut.</p>
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		<title>Bulgarien: Von Energieprotesten zum Sturz einer Regierung</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Mar 2013 13:38:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gsb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Info- &#38; Diskussionsveranstaltung
am Samstag, 16. März 2013 ab 19:30
mit Margarita Mileva, Vorsitzende der Buzludzha-Stiftung aus Sofia
im Max und Moritz, Oranienstrasse 162 / Berlin
Steigende Energiepreise, Energiearmut und eine politische Klasse, die durch ihre Austeritätspolitik immer größere Teile der bulgarischen Bevölkerung in die Armut getrieben hat. Dies waren Auslöser für die größten Demonstrationen gegen Energiekonzerne und Regierung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.gegenstromberlin.net/wp-content/uploads/2013/03/bulgarien2.gif"><img class="alignright size-full wp-image-2333" title="bulgarien2" src="http://www.gegenstromberlin.net/wp-content/uploads/2013/03/bulgarien2.gif" alt="" width="200" height="120" /></a><strong>Info- &amp; Diskussionsveranstaltung<br />
am Samstag, 16. März 2013 ab 19:30<br />
mit Margarita Mileva, Vorsitzende der Buzludzha-Stiftung aus Sofia<br />
im <a href="http://www.maxundmoritzberlin.de/" target="_blank">Max und Moritz</a>, Oranienstrasse 162 / Berlin</strong></p>
<p>Steigende Energiepreise, Energiearmut und eine politische Klasse, die durch ihre Austeritätspolitik immer größere Teile der bulgarischen Bevölkerung in die Armut getrieben hat. Dies waren Auslöser für die größten Demonstrationen gegen Energiekonzerne und Regierung, die Bulgarien seit 1989 gesehen hat. Hundertausende gingen auf die Straße, um gegen die steigenden Strom- und Heizkosten zu demonstrieren und forderten eine vollständige Verstaatlichung der teilweise privatisierten Energiemonopole. Die Demonstrationen sind die größten Demonstrationen, die es zur Energiearmut in der EU bisher gegeben hat. <span id="more-2332"></span></p>
<p>Die Polizei ging gegen die Demonstranten zum Teil mit brutaler Gewalt vor. Dies führte zu einer innenpolitischen Stimmung in Bulgarien, die aus den Forderungen gegen Energiearmut immer mehr einen Protest gegen die korrupte politische Klasse in Bulgarien formten.</p>
<p>In den Protesten, die sich in Bulgarien mit wöchentlich mehreren Zehntausend Demonstrierenden formieren, gibt es keine starke linke oder fortschrittliche politische Kraft, die Teil dieser Proteste ist. Sie richten sich heute allgemein &#8220;gegen die Parteien und Politiker&#8221; und fordern eine Übergangsregierung, die aus den Protestierenden heraus gebildet werden soll. Parteien sind auf den Demonstrationen unerwünscht. Auch wenn das auch einen Ausschluss des rechten Parteienspektrums bedeutet, hat sich innerhalb der Proteste eine gefährliche, nationalistisch ausgerichtete Grundtendenz etabliert, die immer wieder auch zu Rufen wie &#8220;Alle Bulgaren sind Helden!&#8221; oder &#8220;Nieder mit der internationalen Mafia!&#8221; führen.</p>
<p>Die Proteste sind so groß, dass die neoliberale Regierung von Boiko Borisov zurücktreten musste und sich derzeit keine politische Kraft im Parlament traut, eine neue Regierung zu bilden. Für Mai sind Neuwahlen in Bulgarien angesetzt, die zeigen werden, ob durch die Protest &#8211; wie bereits mehrere Male in der Vergangenheit &#8211; eine neue populistische Kraft in Bulgarien ins Parlament gespült wird oder durch die politische Formierung des Widerstands, reale Reformschritte möglich werden.</p>
<p>Auch in Berlin soll mit dem Volksbegehren &#8220;<a href="http://www.berliner-energietisch.net/" target="_blank">Neue Energie für Berlin</a>&#8221; ein öffentliches Energieversorgungsunternehmen geschaffen werden, das sich aktiv gegen Energiearmut einsetzt. Alle Gruppen innerhalb des Berliner Energietisches sind sich einig, das nur öffentliche Energieversorgungsunternehmen Energiearmut wirksam verhindern können. Aus diesem Grund setzen wir uns innerhalb des Berliner Energietisches intensiv für eine soziale Gestaltung der Energiepreise ein und fordern einen Sozialtarif für benachteiligte Haushalte.</p>
<p>Die Referentin Margarita Mileva, Vorsitzende der  Buzludzha-Stiftung aus Sofia, wird über die Proteste berichten, Chancen und Gefahren für die bulgarische Gesellschaft aufzeigen und die Proteste in den europäischen Kontext des Widerstandes gegen die Austeritätspolitik einordnen.</p>
<p>Die Veranstaltung wird gemeinsam von <a href="http://fels.nadir.org/de" target="_blank">FelS</a> &#8211; Für eine linke Strömung (iL), <a href="http://www.naturfreunde-berlin.de/" target="_blank">NaturFreunde Berlin</a> und gegenstromberlin, in Kooperation mit der Blockupy Plattform Berlin und der <a href="http://www.rosalux.de/" target="_blank">Rosa-Luxemburg-Stiftung</a> durchgeführt.</p>
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		<title>EKiB-Treffen am 23./24. März in Leipzig</title>
		<link>http://www.gegenstromberlin.net/2013/03/03/ekib-treffen-am-23-24-marz-in-leipzig/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Mar 2013 22:24:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gsb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Das nächste Treffen des Netzwerks Energiekämpfe in Bewegung (EkiB) findet am  23./24. März 2013 in Leipzig statt. Dabei wird&#8217;s vor allem um die Vorbereitung der Reclaim Power Tour im Sommer dieses Jahres gehen. Kommt vorbei!
Los geht&#8217;s am Samstag um 10:00 Uhr in der G16 (Projekt Gieszer 16). Anreise &#38; Unterkunft ist schon am Freitagabend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://ekib.blogsport.eu/" target="_blank"><img class="alignright size-full wp-image-1881" title="ak-extra-castor_20111" src="http://www.gegenstromberlin.net/wp-content/uploads/2011/12/ak-extra-castor_20111.png" alt="" width="218" height="122" /></a>Das nächste Treffen des Netzwerks <a href="http://ekib.blogsport.eu/" target="_blank">Energiekämpfe in Bewegung</a> (EkiB) findet am  23./24. März 2013 in Leipzig statt. Dabei wird&#8217;s vor allem um die Vorbereitung der <a href="http://reclaimpowertour.org/" target="_blank">Reclaim Power Tour</a> im Sommer dieses Jahres gehen. Kommt vorbei!</p>
<p>Los geht&#8217;s am Samstag um 10:00 Uhr in der G16 (<a href="www.gieszer16.de" target="_blank">Projekt Gieszer 16</a>). Anreise &amp; Unterkunft ist schon am Freitagabend möglich. Schlafsack &amp; Isomatte nicht vergessen. Anmeldung zum Treffen zwecks Erleichterung der Orga bitte bei prozess-ag@reclaimpowertour.org.</p>
<p>Weitere Infos in Bälde <a href="http://ekib.blogsport.eu" target="_blank">hier</a>.</p>
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		<title>Reclaim Power Tour. Energiekämpfe in Bewegung!</title>
		<link>http://www.gegenstromberlin.net/2013/02/19/reclaim-power-tour-energiekampfe-in-bewegung/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Feb 2013 22:30:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gsb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.gegenstromberlin.net/?p=2307</guid>
		<description><![CDATA[Aktions-Fahrradkarawane von Ost- nach Westdeutschland im Juli und  August 2013 und Trampkarawane vom Südwesten ins Rheinland im August  suchen Mitstreiter_innen – Denn unsere Energiewende sieht anders aus! 
Neue Initiativen gegen Fracking oder CCS, Waldbesetzungen und Kohlezugblockaden im Rheinischen Braunkohlerevier, Proteste gegen Kohleimporte beim Hamburger Hafengeburtstag: Es ist ganz schön Fahrt in die Klimabewegung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://reclaimpowertour.org" target="_blank"><img class="alignright size-full wp-image-2308" title="reclaimpowertour" src="http://www.gegenstromberlin.net/wp-content/uploads/2013/02/reclaimpowertour.jpg" alt="" width="175" height="71" /></a>Aktions-Fahrradkarawane von Ost- nach Westdeutschland im Juli und  August 2013 und Trampkarawane vom Südwesten ins Rheinland im August  suchen Mitstreiter_innen – Denn unsere Energiewende sieht anders aus! </em></p>
<p>Neue Initiativen gegen Fracking oder CCS, <a href="http://hambacherforst.blogsport.de/" target="_blank">Waldbesetzungen</a> und <a href="http://www.ausgeco2hlt.de/2012/08/07/pm-kohlezug-blockade-im-rheinland-aktivist_innen-halten-gleise-besetzt/" target="_blank">Kohlezugblockaden</a> im <a href="http://www.ausgeco2hlt.de/hintergruende/braunkohle-das-rheinische-revier/" target="_blank">Rheinischen Braunkohlerevier</a>, <a href="http://www.gegenstrom13.de/" target="_blank">Proteste gegen Kohleimporte beim Hamburger Hafengeburtstag</a>: Es ist ganz schön Fahrt in die Klimabewegung gekommen! Wir werden aber noch einen Gang zu legen: Mit einer großen <a href="http://reclaimpowertour.org/?page_id=32" target="_blank">Fahrradkarawane</a> und einer Trampkarawane wollen wir Stationen aktueller Energiekämpfe  verbinden. Losgeradelt wird nach bisherigem Stand Mitte Juli auf dem <a href="http://www.lausitzcamp.info/" target="_blank">Klimacamp im Braunkohlerevier in der Lausitz</a>. Per Anhalter sind wir Ende August ab Freiburg unterwegs. Ziel beider Karawanen sollen das <a href="http://www.ausgeco2hlt.de/ai1ec_event/klimacamp-im-rheinland/?instance_id=89" target="_blank">Klimacamp im Rheinland</a> (23.08.-01.09), das daran anschließende <a href="http://www.reclaimthefields.org/" target="_blank">‚Reclaim the Fields’</a> Camp(28.08-05.09) und die viertägigen Aktionstage während der  Überschneidung beider Camps sein. Spannend soll die Tour aber auch durch  die Stationen und Thematiken werden, die zwischen Start und Ziel  liegen. <span id="more-2307"></span></p>
<div>
<div>
<p>Die Tour kann jedoch nur zustande kommen, wenn sich Gruppen und  Einzelpersonen aus den verschiedensten Perspektiven einbringen. Das ist  auf verschiedenste Weise möglich:</p>
<ul>
<li> Beteiligt euch an der Gesamtorganisation der Tour!</li>
<li> Organisiert eine Station der Tour oder bereitet sogar eine Aktion vor, an der sich viele beteiligen können!</li>
<li> Oder fahrt als Gruppe oder als Einzelpersonen einfach auf der Tour mit und bringt die Themen, die euch wichtig sind ein!</li>
<li> Macht während des Zeitraums der Tour (oder auch davor oder danach)  Aktionen oder andere Aktivitäten und stellt sie in den Kontext der  ‚Reclaim Power Tour’. Wir können das dann auf unserer Homepage  veröffentlichen und wenn gewollt Pressearbeit dazu machen.</li>
</ul>
<p>Für die ‚Haupttour’ der Fahrradtour wollen wir bald schon feste Stationen mit Datum veröffentlichen. Geplant ist bis jetzt:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.lausitzcamp.info/" target="_blank">Klimacamp in der Lausitz </a>(gegen den lokalen Braunkohletagebau – Start wahrscheinlich Mitte Juli)</li>
<li>Cottbus</li>
<li>Berlin (<a href="http://fels.nadir.org/de/tag/berliner-energietisch" target="_blank">Enegietisch</a>, <a href="http://wirbleibenalle.org/?p=283" target="_blank">A100</a>, <a href="http://asylstrikeberlin.wordpress.com/2012/12/10/8-12-fluchtlinge-und-unterstutzer_inner-besetzen-leerstehende-schule-in-kreuzberg/" target="_blank">Protestcamp der Geflüchteten</a>)</li>
<li>Stendal/ Altmark (CCS, Fracking, RWE Steinkohlekraftwerk Arneburg)</li>
<li>Lüchow/ Wendland (Atommüll, Fracking)</li>
<li>Wietze (Schlachthof,Energie für Tierausbeutung- Nein Danke)</li>
<li>Hannover</li>
<li>Gerden (Solidarische Landwirtschaft?)</li>
<li>Osnabrück (Fracking)</li>
<li>Münster (Atomkraft)</li>
<li>Dortmund (RWE Filz)</li>
<li>Essen (RWE Hauptzentrale)</li>
<li>Düsseldorf (Rheinmetal)</li>
<li>Köln (Critical Mass)</li>
<li><a href="http://www.ausgeco2hlt.de/ai1ec_event/klimacamp-im-rheinland/?instance_id=89" target="_blank">Rheinland/ Klimacamp</a> 23.08.-01.09. + <a href="http://www.reclaimthefields.org/">reclaim the fields Camp</a> 28.08-05./08.09 (Braunkohle, Landraub, Zerstörung von Dörfern…)</li>
</ul>
<p><a href="https://maps.google.de/maps?saddr=cottbus&amp;daddr=berlin+to:stendal+to:l%C3%BCchow+to:Hannover+to:Osnabr%C3%BCck+to:m%C3%BCnster+to:essen+to:d%C3%BCsseldorf+to:k%C3%B6ln+to:Buir&amp;hl=de&amp;ie=UTF8&amp;sll=52.1209,13.86068&amp;sspn=0.875212,2.705383&amp;geocode=FRe9FQMdxLPaAClfSpVZQnQIRzE6rX_gtS_UUA%3BFQNhIQMdi4_MACkBWQM_N06oRzFwO15bRiAhBA%3BFZusIgMdDOC0ACkDV4BqSzuvRzEARzV0wY4gBA%3BFbVCKAMdPj2qACn9RWm-Hk6uRzGH9Bzi9MFCtQ%3BFVQxHwMdqn-UACmFT0lNUQuwRzEgR6yUbawlBA%3BFWe6HQMdS8p6AClNXXtpmOW5RzFgXABjd88mBA%3BFXm3GAMdQ1t0ACnfYPeZw7q5RzHrKPN7p0zrIQ%3BFZsmEQMd4_xqACk59quWt8K4RzGdLK2kEeEAag%3BFV2sDQMd0FpnACkHWUbxe8m4RzGwcypK_GAnBA%3BFbs-CQMdlzRqACnlL6tpkSW_RzHwdypK_GAnBA%3BFZ8MCAMd-nFkACkr2_jHkEG_RzFVyeQ3miEStQ&amp;oq=buir&amp;mra=ls&amp;t=m&amp;z=7" target="_blank">Die Tour auf einer Karte</a>.<br />
Über “Zuflüsse” von Radlern z.B. von Hamburg oder aus den Niederlanden würden wir uns freuen. Die vorgeschlageneRoute ist ein Vor-ab-route. Mit eurer Hilfe können die Route verfeinert und die Stationen sicherer werden.</p>
<p>Wenn ihr selber an Orten auf der Strecke lebt oder Menschen, Gruppen,  Themen kennt die auf der Strecke liegen oder in der Tourgruppe  mitarbeiten wollt, kontaktiert uns doch bitte. Die Tour wird  erfolgreicher desto mehr Menschen sich an der Organisation beteiligen,  Verantwortung für Stationen übernehmen und – GANZ WICHTIG: Mitfahren! Empowerment!</p>
<p>Eine Karte mit unserem derzeitigen Planungsstand der Route findet ihr  demnächst  auf der <a href="http://reclaimpowertour.org" target="_blank">“Reclaim Power Tour”–Internetseite</a> unter dem  Button “<a href="http://reclaimpowertour.org/?page_id=32" target="_blank">Route</a>”. Nachdem bisherigen Stand der Planung hat die Karawane  eine Gesamtstrecke von 800 km. Wir planen Tagesetappen von etwa 50 km.  Das Tempo und der Charakter der Tour richtensich nach den Menschen, die  mitfahren und mitorganisieren. Energiekämpfe  entwickeln ihre Stärke  erst durch die Vielfalt der beteiligten Menschen und  ihren Aktionsformen. Und von dieser Vielfalt soll die Tour  geprägt werden.</p>
<p>Wenn ihr Energiekämpfe führt, die nicht an der Strecke liegen:  organisiert Zuflüsse zur Tour! Dann könnten von anderen Orten aus  kleinere Touren organisiert werden, die zur Hauptkarawane hinzutreffen.</p>
<p>Natürlich ist es bei ausreichend Kapazitäten auch möglich eine parallele  Tour zu organisieren. So ist gerade eine Süd-Tour (für die es in  Zukunft <a href="http://frumwelt.blogsport.de/" target="_blank">hier</a> Infos geben wird) von Baden-Würtemberg aus in Überlegung.</p>
<p>Wenn ihr euch einbringen möchtet, schreibt uns am besten möglichst  früh eine Mail und informiert uns über eure Pläne, dann können wir sie  im Kontext der Tour bewerben. Im Anhang findet ihr außerdem ausführliche  Informationen zu den bisherigen Planungen.</p>
<p>Kontaktdaten: <a href="https://linksunten.indymedia.org/#">radel-energie-karawane@lists.riseup.net</a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong>Lest hier im Detail, wer wir sind und was wir vorhaben:</strong></p>
<p>Unsere Energiewende sieht ganz anders aus:</p>
<p>„Für die ‚Energiewende’ sind auf einmal alle. Egal ob RWE und  Vattenfall, die Bundesregierung oder die ‚FAZ’. Auch wir sind für die  Energiewende, aber für eine ganz andere! Die Stromriesen schreiben  ‚Energiewende’ auf ihre Werbeplakate und meinen: mehr Akzeptanz für  Brückentechnologien aus Kohle und Atom – mehr Profit.</p>
<p>Wir dagegen wollen einen sofortigen Ausstieg aus fossilen und  nuklearen Technologien. Denn die Schäden, die daraus an Natur, Mensch  und Klima entstehen, sind sowohl irreversibel, als auch tödlich. <strong>Power to the concerned people!</strong></p>
<p>Wo die großen Energieversorger von einem europaweiten Verbundnetzwerk  über ganz Europa à la DESERTEC träumen – sich also noch mehr  Zentralisierung bei der Versorgung und von Macht wünschen, bei einer  gleichzeitigen Externalisierung der Auswirkungen in die Peripherien von  Europa und Nordafrika – wollen wir eine Dezentralisierung und  Selbstbestimmung der (betroffenen) Menschen. Power to the people!</p>
<p>Wo die Bundesregierung billigen Strom für die Industrie will und  dafür die Kosten auf die Privatverbraucher_innen abwälzt, was dazu  führt, dass immer mehr Menschen ihren Strom nicht mehr zahlen können und  ihnen dieser abgedreht wird, wollen wir eine Energieversorgung, die die  Deckung konkreter Bedürfnisse sichert, was nur außerhalb einer  wirtschaftlichen Logik der Wertvermehrung möglich ist. <strong>Power to the people!</strong></p>
<p>Die Ausbeutung fossiler Rohstoffe ist auf einem Höhepunkt: Öl, Gas,  Kohle – es wird tief gegraben, in der Tiefsee gebohrt, es werden Hügel  gesprengt und Chemikalien in den Boden gepumpt – Das zunächst in den  Ressourcen gespeicherte CO<sub>2</sub> bahnt sich durch ihre  Weiterverarbeitung seinen Weg zurück in die Atmosphäre. Der  menschengemachte Klimawandel schreitet derzeit immer weiter fort. Schon  heute führen die dadurch entstehenden Wetterextreme zu Überschwemmungen,  Dürren und tödlichen Stürmen, welche vor allem Menschen im Globalen  Süden in Verelendung und zur Flucht treibt . Wir möchten uns mit den  Menschen solidiarisieren – sowohl mit denen, die schon jetzt vom  Klimawandel betroffen sind, als auch mit allen, die überall auf der Welt  gegen die anhaltende Ausbeutung kämpfen.<strong> Power to the People – Here and everywhere!</strong><strong></strong></p>
<p>Die Absurdität der gegenwärtigen Logik der Stromversorgung lässt sich  schön an einem Deal zwischen dem RWE und der Bundesregierung in den  60er Jahren verdeutlichen: RWE, als wichtigster Stromversorger, war  anfangs nicht begeistert von Investitionen in die Atomkraft. Die  Bundesregierung mit ihren Atom-Ministern wollte RWE aber unbedingt dazu  überreden. Der letztendliche Deal: RWE investierte, mit der Bedingung,  dass die Bundesregierung für einen steigenden Energieverbrauch sorgte.  Gleichzeitig startete die Märchenerzählung, welche wir alle nur zu gut  kennen: Ohne die Atomkraft gehen die Lichter aus. Genau gegenteilig  wollen wir eine Stromversorgung, die von den tatsächlichen Bedürfnissen  der Menschen ausgeht und deren Maxime gleichzeitig umweltverträgliche  Sparsamkeit ist. Diese Ziele stehen im krassen Gegensatz zur  kapitalistischen Stromversorgung. <strong>Power to the people!</strong></p>
<p><strong>Was erhoffen wir uns von der Tour?</strong></p>
<p>Die Tour fällt gerade in den Zeitraum der Bundestagswahl bei der die  Energieversorgung eines der Haupt-Wahlkampfthemen sein wird. Zuerst  hatten wir Angst, die Tour könnte durch Wahlwerbungen vereinnahmt  werden. Doch jetzt sehen wir vor allem die Chance, in eine bereits  stattfindende Debatte mit antagonistischen Positionen intervenieren zu  können.</p>
<p>Viele Menschen geraten auf verschiedene Weise und aus verschiedenen  Gründen in Konflikt mit der herrschenden Energieversorgung: Sei es  aufgrund lokaler Betroffenheit von Kohleabbau oder Atomkraftwerken in  der Nachbarschaftnutzen wollen. Auch von Gruppen, die mit Rechten  zusammenarbeiten, wollen wir uns distanzieren.</p>
<p>Die Tour wird einen bewegungsorientierten Charakter haben. Wir wollen  die Gelegenheit nutzen, mit vielen Aktiven an Orten der  energiepolitischen Auseinandersetzungen zu sein, um mit kleinen und  größeren Aktionen zu zeigen, dass Widerstand fruchtbar ist. Jede Aktion  ist eine Kampfansage an die Resignation! Die Tour soll den Energieriesen  realen Widerstand bringen.</p>
<p>Wir erhoffen uns eine Wirkung, die lange über den eigentlichen  Zeitraum der Tour hinweg anhält. Wir erhoffen uns, dass die  verschiedenen Energiekämpfe in Zukunft stärker zusammengedacht werden.  Denn nur über deren Zusammendenken ist es möglich, von der Opposition  gegen die Auswirkungen der einzelnen Teilbereiche zur Opposition gegen  die gesamte Logik der Energieversorgung zu gelangen. So wie es ist, wird  es nicht bleiben, denn die kapitalistische Energieversorgung zerstört  die Grundlagen menschlichen Lebens auf diesem Planeten. Bisher ist ein  Kapitalismus ohne Welt leichter vorstellbar als eine Welt ohne  Kapitalismus, eine Organisierung in Herrschaftsverhältnissen leichter  als eine Organisierung ohne, und gegen die Herrschaft. Über das  Zusammendenken der Energiekämpfe wollen wir dazu ermutigen, sich eine  Energieversorgung vorzustellen, die von Menschen für Menschen  organisiert ist, anstatt ausschließlich auf Profit aus zu sein. Mut  machen wollen wir auch, für diese Vorstellung zu kämpfen.</p>
<p>Wir brauchen keine Energie, um damit Waffen zu produzieren, wir  brauchen keine Energie für Schlachthöfe, wir brauchen keine Energie für  die Produktion von Werbung, die erst ein Bedürfnis für andere  energieintensive Produkte schafft. Dies zeigt, dass die  Energieversorgung weder isoliert vom sonstigen wirtschaftlichen Treiben,  noch von weiteren Herrschaftsformen gesehen werden kann.  Herschafftsformen, wie Sexismus und Rassismus, durchziehen alle  Gesellschaftsbereiche und sind auch im Bezug auf die bestehende  Energieversorgung unmittelbare Grundlage für Unterdrückung. Eine  emanzipatorische Energieversorgung kann also nur mit der grundlegenden  Bekämpfung aller Formen von Herrschaft einhergehen. Da unsere Strukturen  nicht frei von diesen Widersprüchen sind, wünschen wir uns auf der  Karawane einen kritischen Umgang z.B. mit Sexismus, Rassismus,  Homophobie, Handicapism…</p>
<p>Dennoch wollen wir uns auf die Energieversorgung konzentrieren, weil  sie einen großen Teil zur Umwelt- und Klimazerstörung beiträgt, weil  viele Menschen persönlich leidvoll von den verschiedenen Formen  der Energieversorgung und -erzeugung betroffen sind und weil die  Bereitstellung von Energie heute der Ausgangspunkt jeden Wirtschaftens  ist. Die Frage, wofür Energie produziert wird, soll bei der Tour einen  zentralen Stellenwert einnehmen. Damit bietet die Tour Anknüpfungspunkte  für viele andere Bewegungen, die an anderen Stellen der Produktion  (oder bei einer generellen Kritik des Wirtschafts- oder  Herrschaftssysteme) ansetzen. So ist zum Beispiel das ‚Reclaim the  Fields Camp’, das im Anschluss an das Klimacamp im Rheinland stattfinden  wird, und eine antikapitalistische Praxis der Landwirtschaft verfolgt,  ebenfalls Teil der Reclaim Power Tour.</p>
<p>Thematisch gibt es viele Anknüpfungspunkte: Neben den konkreten  Energiekämpfen, wie Anti-Atom, Anti-Kohle, Anti-Fracking, Anti-CCS, ist  eine Beteiligung von Gruppen, die Energieversorgung aus einer sozialen  Perspektive kritisieren, erwünscht. Weitere Anknüpfungspunkte bestehen  zum Beispiel für Gruppen der ‚Solidarischen Landwirtschaft’ und gegen  Landgrabbing über das ‚Reclaim the Fields’. Für Friedensinitiativen oder  antimilitaristische Gruppen, denn ein guter Teil der erzeugten Energie  geht in die Rüstungsindustrie – besonders im Rheinland. Peer Steinbrück,  der bis vor kurzem im Aufsichtsrat beim Kriegsgeräteproduzenten  Thyssen-Krupp saß, versprach dort laut Protokoll, sich für billigeren  Strom für Thyssen-Krupp einzusetzen! Auch Initiativen, die sich für  Flüchtlinge und Asylsuchende einsetzen finden in den Karawanen Platz,  weil Millionen von Menschen durch Kriege um fossile Energien und durch  die Auswirkungen des Klimawandel ihr Land verlassen müssen.</p>
<p><strong>RECLAIM POWER!</strong></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>Das Netzwerk „<a href="http://ekib.blogsport.eu/" target="_blank">Energiekämpfe in Bewegung</a>“ (EkiB) ist im Januar 2012  aus dem <a href="http://klima.blogsport.de/" target="_blank">Klima!bewegungsnetzwerk</a> (K!BN) hervorgegangen und setzt sich ein  für eine global gerechte, von Bürger_innen kontrollierte, soziale und  ökologische Energieversorgung.</p>
<p><strong>Folgende Gruppen sind an der Organisation der Reclaim Power Tour schon beteiligt: </strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.ausgeco2hlt.de/" target="_blank">ausgeCO2hlt</a> / Rheinisches Braunkohlerevier</li>
<li><a href="http://www.gegenstromberlin.net/" target="_blank">gegenstromberlin</a></li>
<li><a href="http://frumwelt.blogsport.de/" target="_blank">EKIB-Gruppe Freiburg</a></li>
<li><a href="http://magie.blogsport.de/" target="_blank">M.A.G.I.E. / Osnabrück</a></li>
<li><a href="http://klimagerechtigkeit.blogsport.de/" target="_blank">Klimagerechtigkeit Leipzig</a></li>
<li>Netzwerk Energiewende (Hamburg)</li>
<li><a href="http://moorburgtrasse-stoppen.blogspot.de/" target="_blank">Moorburgtrasse stoppen!</a></li>
<li><a href="http://www.tschoe-rheinenergie.de/" target="_blank">Tschö Rheinenergie</a></li>
<li>Münster, kritische Ökologie</li>
<li><a href="http://www.attac-netzwerk.de/ag-eku/" target="_blank">Energie, Klima, Umwelt AG Attac</a></li>
<li>Grüne Jugend</li>
</ul>
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		<title>Neue Energie für Berlin: demokratisch, ökologisch &amp; sozial</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Feb 2013 21:27:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gsb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Countdown läuft. In vier Tagen, am 11. Februar 2013, startet das Volksbegehren des Berliner Energietisch. 200.000 Unterschriften müssen bis zum 11. Juni 2013 gesammelt werden, um einen Volksentscheid zur Bundestagswahl zu ermöglichen. Macht mit!
Die Unterschriftenliste findet Ihr ab 11. Februar hier. Ihr wollt nicht nur unterschreiben, sondern selber aktiv ins Sammeln der Unterschriften einsteigen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://berliner-energietisch.net" target="_blank"><img class="alignright size-full wp-image-2298" title="energietisch_banner120x250y" src="http://www.gegenstromberlin.net/wp-content/uploads/2013/02/energietisch_banner120x250y.png" alt="" width="120" height="250" /></a>Der Countdown läuft. In vier Tagen, am <strong>11. Februar 2013</strong>, startet das Volksbegehren des Berliner Energietisch. 200.000 Unterschriften müssen bis zum 11. Juni 2013 gesammelt werden, um einen Volksentscheid zur Bundestagswahl zu ermöglichen. Macht mit!</p>
<p>Die Unterschriftenliste findet Ihr ab 11. Februar <a href="http://berliner-energietisch.net/materialien#Liste" target="_blank">hier</a>. Ihr wollt nicht nur unterschreiben, sondern selber aktiv ins Sammeln der Unterschriften einsteigen. Dann helfen Euch die Infos <a href="http://berliner-energietisch.net/mitmachen" target="_blank">hier</a>. Und die Antworten auf alle anderen Fragen rund ums Volksbegehren findet Ihr auf der Webseite des <a href="http://berliner-energietisch.net" target="_blank">Berliner Energietisch</a>.<span id="more-2296"></span></p>
<p>Energietisch, nie gehört? Der Berliner Energietisch ist ein breites Bündnis von fünfzig Gruppen &amp; Organisationen, das die Energieversorgung demokratischer, ökologischer und sozialer gestalten will. Auch gegenstromberlin ist mit dabei. Der Energietisch setzt sich für die Rekommunalisierung der Stromnetze und die Gründung eines Stadtwerkes ein. Für dieses Stadtwerk 2.0 sind neben Ökostrom &amp; sozialen Programmen für einkommensschwache Haushalte weitreichende demokratische Beteiligungsmöglichkeiten selbstverständlich.</p>
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