Wir

Position

Klimawandel, das heißt: steigender Meeresspiegel, stärkere Stürme und sich ausbreitende Wüsten – Punkt? Für uns gibt es mehr zu sagen: Reiche verursachen ihn, die Ärmsten trifft es zuerst – hier und global. Gegen solche Zustände reicht es nicht, die Glühbirne zu wechseln: Wir wollen mit der  tödlichen Logik des Wachstumszwangs brechen, der ständigen Überproduktion für die Überkonsumption. Denn für uns heißt Kapitalismus Krise, aber eben nicht nur Wirtschaftskrise, sondern auch ökologische und Klimakrise.

Wir können erste Schritte in die richtige Richtung tun, indem wir uns für kostenlosen öffentlichen Nahverkehr einsetzen, für ein bedingungsloses Grundeinkommen und für radikale Arbeitszeitverkürzung. Wir müssen gegen die Energiekonzerne vorgehen, die unser aller Lebensgrundlage aufs Spiel setzen, um von fossilen Brennstoffen zu profitieren. Und wir müssen denen Sand ins Getriebe streuen, die uns neue “grüne” Formen des Kapitalismus als Rettungsweg verkaufen wollen, damit alles so bleiben kann wie es ist.

Praxis

Wir verstehen uns als eine offene Vernetzung von KlimaaktivistInnen. Wir sind Menschen mit unterschiedlichen Organisierungshintergründen, Perspektiven und hier und da gibt es sehr verschiedene Positionen. Wir wollen in den herrschenden Klimadiskurs intervenieren, durch Artikel, Diskussionen, Workshops und Aktionen. Wir stehen vor allem auch für eine widerständige Praxis. Denn eine andere Welt wird uns nicht geschenkt!

Für ein ganz anderes Klima – Hintergrund

Das Klimacamp in Hamburg im August 2008 war ein erster Schritt für eine Klimabewegung in Deutschland. Das Camp war ein Raum für Diskussion und Vernetzung sowie der Ausgangspunkt vieler Aktionen: gegen die Agrofuel-Anlage von ADM, die rassistische und ausbeuterische Praxis von Supermarktketten und die Pläne von Vattenfall zum Bau ein es neuen Kohlkraftwerks in Hamburg. Mit Zivilem Ungehorsam wollten wir die Baustelle blockieren. Die Kampagne Gegenstrom08 organisierte die Aktion und inspirierte uns zu unserem Namen.